Warum ist Nicsalt so beliebt?

Dampf Company

Nikotinsalz ist vor allem deshalb so beliebt, weil es sich auch bei 20mg/ml weich inhalieren lässt und perfekt zu kleinen Pod-Systemen passt. Wer von einer Einweg-Vape auf ein befüllbares Gerät umsteigt, bekommt mit Nikotinsalz dasselbe Zuggefühl wie vorher. Für leistungsstarke Sub-Ohm-Geräte ist es dagegen nicht gedacht.

Nikotinsalz ist Nikotin mit einer Säure

Klassische Liquids enthalten freies Nikotin, auch Freebase-Nikotin genannt. Es hat einen hohen pH-Wert und kratzt bei höheren Stärken deutlich im Hals.

Bei Nikotinsalz wird das Nikotin mit einer organischen Säure verbunden, häufig mit Benzoesäure. Dadurch sinkt der pH-Wert, und das Liquid fühlt sich beim Inhalieren weicher an. Am Nikotin selbst ändert sich nichts. Ein Nikotinsalz Liquid mit 20mg/ml enthält genauso viel Nikotin wie ein "normales" Liquid mit 20mg/ml.

Bekannt wurde Nikotinsalz Mitte der 2010er Jahre mit den ersten kompakten Pod-Systemen aus den USA. In Deutschland ist es spätestens mit den Einweg-Vapes in der Breite angekommen, die fast alle mit Nikotinsalz arbeiten.

Der Unterschied zu freiem Nikotin auf einen Blick

Nikotinsalz Freies Nikotin
Gefühl im Hals weich, auch bei 20mg/ml kratzt mit steigender Stärke deutlich
Übliche Stärken 10mg/ml und 20mg/ml 3mg/ml bis 12mg/ml, je nach Gerät
Passende Geräte Pod-Systeme, Refill-Pods, MTL-Verdampfer MTL- und Sub-Ohm-Geräte
Dampfmenge gering bis mittel gering bis sehr hoch
Typische Flasche 10ml, fertig gemischt 10ml oder Shortfill zum Selbstmischen

Kleine Geräte brauchen höhere Stärken

Pod-Systeme arbeiten mit wenig Leistung und erzeugen pro Zug nur wenig Dampf. Damit trotzdem genug Nikotin ankommt, muss das Liquid stärker sein. Mit freiem Nikotin wären 20mg/ml für die meisten zu kratzig. Nikotinsalz löst genau dieses Problem und ist deshalb die Grundlage fast aller kleinen Geräte, von befüllbaren Pod-Systemen bis zu vorbefüllten Pods.

Das ist der eigentliche Grund für den Erfolg. Kompakte, einfache Geräte sind beliebt, und Nikotinsalz macht sie im Alltag erst angenehm.

Der Umstieg von Einweg-Vapes läuft fast immer über Nikotinsalz

Einweg-Vapes enthalten in Deutschland meist 20mg/ml Nikotinsalz, das ist zugleich die gesetzliche Höchststärke. Wer auf ein befüllbares Gerät wechselt, sucht deshalb in der Regel ein Liquid, das sich genauso anfühlt. Viele Liquid-Marken greifen das direkt auf. Elfliq bietet die Sorten der Elf Bar Einweg-Vapes als Nikotinsalz Liquid an, RandM Tornado Nikotinsalz Liquids die der RandM Einweg-Vapes. Auch Bar Juice 5000 orientiert sich mit seinen Sorten an bekannten Einweg-Geschmäckern.

Ein befüllbares Gerät wie das ELFX 2 Pod Kit oder ein ELFA Akku mit ELFA Refillable Leerpods wird dann einfach mit dem Liquid befüllt, statt jedes Mal ein neues Gerät zu kaufen.

10mg oder 20mg hängt vom Gerät und vom Zugverhalten ab

20mg/ml entspricht dem, was die meisten aus Einweg-Vapes kennen. Bei sehr straffem MTL-Zug und geringer Leistung ist das die übliche Wahl.

10mg/ml eignet sich für Geräte mit etwas offenerem Zug und höherer Leistung, weil dort pro Zug mehr Dampf entsteht. Auch wer weniger Nikotin aufnehmen möchte, greift zu 10mg/ml. Einige Marken bieten zusätzlich 5mg/ml an.

Für Sub-Ohm-Dampfer ist Nikotinsalz die falsche Wahl

Sub-Ohm-Geräte mit niedrigem Widerstand und hoher Leistung erzeugen sehr viel Dampf. Mit 10mg/ml oder 20mg/ml Nikotinsalz wäre die Nikotinmenge pro Zug dort deutlich zu hoch. Wer große Dampfwolken möchte, ist mit Shortfills und wenig freiem Nikotin besser bedient. Welche Leistung zu einem Pod oder Verdampfer passt, steht in der Regel in der Herstellerangabe.

Woran Sie ein passendes Nikotinsalz Liquid erkennen

  • „Nic Salt“, „Nicsalt“ oder „Nikotinsalz“ auf dem Etikett
  • Stärke in mg/ml, in Deutschland höchstens 20mg/ml
  • 10ml Flasche, meist mit 50/50 PG/VG
  • ein Gerät mit MTL-Zug oder ein Refill-Pod, für das der Hersteller Nikotinsalz freigibt